Kommentar: Ausgewogen?

Die Verfassung der EKS schreibt die ausgewogene Vertretung der Geschlechter und Sprachregionen im Rat vor. Neu werden ihm ein Freiburger, ein Bernjurassier und fünf Frauen aus der Deutschschweiz angehören.

Abgesehen von diesem Verhältnis und davon, dass es zuvor nie eine Abwahl mit Berufung auf regionale Ausgewogenheit gab: Zu Beginn der neuen Amtszeit wird kein Ratsmitglied länger als fünf Jahre dabei sein. Die Erfahrung und die Verdienste Reuters (etwa um die HEKS-BFA-Fusion) gewichteten die Synodalen nicht. Daniel Reuter hatte der Abgeordnetenversammlung seit 1999 angehört und in der Krise von 2020 Verantwortung übernommen. Mit ihm wählten die Synodalen das Gedächtnis des Rats und den Vertreter der pietistisch-wertkonservativen Strömung ab.

Die von Reuter geleitete Kommission zu den Ehefragen hatte Anfang 2019 beantragt, dass die Reformierten die Vielfalt der Meinungen im respektvollen Dialog bearbeiten. Es wird darauf ankommen, dass der neue Rat dies – nicht nur in sexualethischen Fragen – weiter will und tut. Ob und wie er die von Rita Famos mehrfach gerühmte Vielfalt der Reformierten kultiviert.

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