Berichte

Ende Monat jährt sich der Unfalltod des Berner Chansonniers Mani Matter zum 50. Mal. Notizen zeigen die Überlegungen und Sorgen des «Värslischmieds», die seinen Kunstwerken zugrundelagen. In einem Essay spürt Bernhard Rothen den Gedanken Matters zum Christentum in der säkularen Gesellschaft nach.

Was geschieht den Reformierten in den Umbrüchen und Erschütterungen? An der nationalen Synode der Reformierten in Bern wurden die ungewissen Aussichten angesprochen, aber nicht diskutiert. Die Synodalen bestellten ihre Organe für die nächsten Jahre und wiesen ein Konzept zum Schutz der persönlichen Integrität an den Rat zurück.

Was kommt nach der Volkskirche? «Diese Ära geht zu Ende», sagt Alexander Garth. «Wir müssen ganz neu aufbrechen.» An der LKF-Tagung in Zürich am 29. Oktober 2022 forderte der Pfarrer und Buchautor zum kreativen Eingehen auf die geistlichen Bedürfnisse der Menschen auf. «Menschen sind anders religiös, nicht mehr kirchlich religiös.»

Wie stiftet die Kirche Hoffnung in Zeiten der Angst und Ungewissheit? Die Zürcher Kirche betreibt das RefLab, das «Lagerfeuer für spirituelle Nomaden» unterhält. Eine Tagung vermittelte diverse Perspektiven zur Klimakrise.

Am 13. Juni 2022 wurde Daniel Reuter, der amtierende Vizepräsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS, abgewählt. Drei Monate vor seinem Abgang aus dem Rat hat er im Gespräch mit IDEA seine jahrzehntelange Tätigkeit in reformierten Gremien
pointiert Revue passieren lassen.

In Büchern zur Zukunft der Kirche in Deutschland ist das Bemühen, hoffnungsvolle Wege aus der Krise aufzuzeigen, spürbar. Wilfried Bührer hat vier kürzlich erschienene Bücher gelesen. Bisweilen scheint für ihn eine gewisse Ratlosigkeit durch.

«Jede neue Generation ist etwas weniger religiös als die bisherigen.» Dies ist ein Fazit im neuen Buch «Religionstrends in der Schweiz». Ein anderes: Die kirchlichen Angebote für Kinder prägen meist nicht nachhaltig. Und. Wer die Kirche nicht für sich persönlich wichtig nimmt, dessen Bindung an sie bröckelt eher ab.

Die STH Basel hat dem deutschen Publizisten und Evangelisten Peter Hahne am 1. Oktober den Ehrendoktor verliehen. Hahne dankte es der Hochschule mit einem fulminanten Plädoyer für die freie Rede. Es gelte in der Öffentlichkeit für Christus Jesus einzustehen, ihn zu bezeugen und die Werte der Bibel hochzuhalten.

Jesus nahm Menschen für sich ein und richtete sie auf. Andere provozierte er und sie gingen auf Distanz. Heute ist das nicht anders. Neben Begeisterung und Hingabe stehen Unverständnis und Ablehnung. Doch keines der zahllosen Bücher über ihn kann sich seinem Anspruch verschliessen. Die Faszination bleibt. – Eine Reise durch die Landschaft der Jesus-Bücher.

Wie kann man das Wort Gottes ethisch interpretieren, ohne sich an ihm zu vergreifen? Um diese Frage drehte sich die Herbsttagung der Schweizerischen Evangelischen Pfarrgemeinschaft. Der Neutestamentler Peter Wick stellte den Teilnehmenden die Pflicht zur Auslegung der Gebote und die Freiheit und Verantwortung vor Augen, welche die Kirche mit ihr hat.

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