Berichte

Der Zürcher Kirchenrat will kleine Kirchgemeinden zum Zusammenschluss bewegen. Sie sollen mit 5'000-7'000 Mitgliedern attraktiver sein und ein besseres Gemeinschaftserlebnis bieten. Die Kirchensynode berät Mitte September über das kontroverse Vorhaben.

Nach schwerer Krankheit ist Ruedi Reich, bis 2010 Vorsteher der Zürcher reformierten Landeskirche, am 12. August verstorben. Der Kirchenratspräsident, der die Reformatoren liebte und den Täufern die Hand reichte, unterstützte das Landeskirchen-Forum als Mitglied des Patronatskomitees.

Der Pfarrberuf ändert sich im Umbruch zur postchristlichen Gesellschaft, in der viele Menschen ihre spirituelle Suche autonom gestalten wollen. Pfr. Thomas Schaufelberger, seit 2010 für die Aus- und Weiterbildung der Pfarrer im Deutschschweizer Konkordat zuständig, äussert sich im LKF-Interview zur Bedeutung biblischer Geschichten und zu Experimenten im Pfarramt.

Wer aus der staatlich verfassten römisch-katholischen Kirche austritt, muss nicht den Verzicht auf seine Konfession erklären. Dies hat das Bundesgericht in Lausanne am 9. Juli entschieden, mit Berufung auf die Religionsfreiheit des Einzelnen.

„«Auf dem Markt der Möglichkeiten überlebt, wer Profil zeigt. Ist das Wort der Kirche wiedererkennbar und profiliert, wird es auffallen und ankommen.»“ Dies schreibt der Zürcher Kirchenrat in seinen Legislaturzielen 2012-2016.

Miteinander bringen Christen den Glauben zum Ausdruck: Weltweit sprechen sie im Gottesdienst das Bekenntnis. Nicht so die Schweizer Reformierten, die seit dem 19. Jahrhundert ohne verbindendes Bekenntnis auskommen. Der Kirchenbund will nach einer Vernehmlassung vorerst das Gespräch über Glaubensinhalte fördern.

Das Nationale Forschungsprogramm NFP 58 «„Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» hat sich mit dem Verhältnis von Säkularität und religiöser Vielfalt befasst. Je mehr Schweizer sich von den Kirchen distanzieren, desto mehr wächst der Einfluss der Medien, die Negatives betonen und Sachverhalte überspitzen.

Theologen in der Romandie lancieren das Projekt einer evangelischen Fachhochschule. Sie reagieren damit auf die Krise der Pfarrerausbildung in der Westschweiz. Im Mai hat die Gruppe das Konzept einer Haute école de théologie protestante (HET-PRO) zu Papier gebracht. Nun soll es in Kirche und Öffentlichkeit diskutiert werden.

In die Ehe investieren lohnt sich. Der Paarforscher Prof. Guy Bodenmann hat am 2. Juni 2012 in Zürich Wege zur nachhaltigen Pflege der Partnerschaft aufgezeigt. Die Tagung „schlug den Bogen von der Kunst, die Ehe prickelnd zu gestalten, zu Kirchgemeinden, die Familien kreativ beistehen. „Laut Bodenmann nimmt die Zufriedenheit von Paaren durch Entfremdung und zunehmende Leere ab. Fliegen die Kinder aus, kommt es besonders auf den Willen zum Zusammenbleiben an.
„Längerfristige Liebe erfordert ein dreifaches Commitment“, sagte der Paarberater: sexuelle Treue, den Vorsatz der emotionalen Nähe und eine Einstellung, die dem Erhalt der Beziehung dient. Entscheidend sei gehaltvolle, gemeinsam verbrachte Zeit, die das Wir-Gefühl stärkt. Arbeiten zur Stärkung von Ehen und Familien wurden in fünf Workshops vorgestellt. Pfr. Dr. Christoph Monsch und seine Frau Cornelia legten ein Konzept für die Eheseelsorge dar.

Evangelisieren lebt von der Freude an Gott; ihr entspringt das Mitteilen. Die Gemeinschaft der Christen wirkt mit Liebe und Gerechtigkeit missionarisch. „"Es kommt darauf an, mit Jesus in Bewegung zu sein, on the move"“, sagte der Chicagoer Pastor Otis Moss III an einer Tagung der Zürcher Landeskirche.

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